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The Backstage Story
Backstage @ IFMXF NOTJ Cologne | GERMANY
text & pix by Taxi Tina



Das Finale der NOTJ-Serie in Köln schien etwas außergewöhnliches zu werden! Es fing schon auf dem Weg zur Arena an: Mal davon abgesehen, daß man sich das Geld, welches man brauchte, um noch eine der wenigen Restkarten für die Veranstaltung zu ergattern, am drive-in Schalter besorgen konnte, sah es so aus, als ob die Besucher schon vorab in Sommer-Sonne-Partylaune wären.


Trotz des eher mäßigen Wetters waren die Herren der Schöpfung am frühen Abend mit Flip-Flops unterwegs. Ob das allerdings das richtige Schuhwerk ist, um eine Moto-X Aftershow Party zu überleben, lasse ich an dieser Stelle mal offen.



Offen waren dann auch die Tore der Köln-Arena. Vor der für deutsche Verhältnisse spektakulären Kulisse von 7500 Zuschauern konnte die Show beginnen.Es gab selbstverständlich das mittlerweile obligatorische Opening mit Pyro-Effekten und auch Cheerleader und live Musik haben nicht gefehlt. Die Leute waren guter Stimmung und auch die Fahrer hochmotiviert, auf diesem Abschluß-Event noch mal alles zu geben.


Contest | Qualifikation
Kommen wir nun zum Wesentlichen: 14 Fahrer sind angetreten, um sich für das Finale der besten 6 zu qualifizieren. Jeder Fahrer hatte 1 Minute Zeit um 7 Tricks zu präsentieren, wobei jeweils der letzte Trick doppelt gewertet wurde, um entweder eine sehr gute Punktzahl zu erlangen, oder falls nötig einen Dead-Sailor mit einem besonders guten Abschlußsprung wieder auszugleichen. Hannes Ackermann war auch mit am Start und zeigte einen sauberen Run mit Airwalk, Onehanded-Seatgrab und Scorpion, hatte allerdings auch einen Dead-Sailor dabei und konnte sich mit nur 91 Punkten nicht für´s Finale qualifizieren.


Fab Bauersachs mit gutem 4 Platz und Young Gun Hannes Ackermann

Besser lief es für die 3 restlichen Deutschen. Lukas Weis, seinem Namen gerecht werdend, jetzt auch mit weißen Plastics auf der Waldmann-Honda unterwegs, zeigte unter anderem Lazy-Boy, Cliffhanger und Heelclicker to No-Hand-Landing, fuhr einen fehlerfreien Run, konnte sich aber mit 173 Punkten ebenfalls nicht für das Finale qualifizieren. Qualifiziert hat sich dann aber Upforce. Genauer gesagt Busty Wolter und Fabian Bauersachs. Fab überzeugte die Judges mit Combos wie Mc-Metz to No-Hand-Landing und Flintstone to Saran-Wrap und sicherte sich so vollkommen Backflip-frei den Finaleinzug mit 218 Punkten. Busty folgte ihm mit 217 Punkten allerdings mit One-Handed-Backflip (bei dem er im Training leider crashte, sich aber Gott sei Dank nicht ernsthaft verletzt hat), Flintstone und Kiss-Of-Death. Richtig schlecht lief es für die beiden Nicks. Nick Franklin stürzte bereits im Training beim Wallride, war aber eigentlich in einer guten Grundverfassung. Beim Contest zeigte er dann Dead-Body, Cliffhanger, Tsunami, Rock-Solid und eine Backflip über die große Distanz, bei dem er leider crashte. Er zeigte also nur 5 Tricks und bekam allein dafür bereits 207 Punkte, wäre also ohne Sturz, auch ein heißer Finalkandidat gewesen.


Immer in guter Laune - Luki Weis | Backflip-crash - Nick Franklin

Pech auch für Nick de Witt. Zeigte er im Training noch problemlos Backflips über die große Distanz, war der Contest für ihn nach 2 Tricks beendet. Nach einem Cliffhanger kam ein Dead-Sailor mit Crash und damit das Aus! Ebenfalls gestürzt ist Jimmy Verburgh, der mit Cordova, Stripper und Switch to Heelclicker überzeugte, da aber auch ihm bewußt war, ohne Flip noch etwas besonderes bieten zu müssen, um ins Finale zu kommen, versuchte er zum Abschluß für die doppelte Punktwertung einen Seatgrab to Side-Saddle-Landing, wobei es ihn bei der Landung aber so unsanft Einschlagen ließ, daß es verwundert, wie er das unverletzt überstehen konnte. 146 Punkte für Belgien. No final hieß es auch für die beiden Tschechen Libor Podmol und Martin Koren. Auch die beiden von General X jeweils nur 1 Punkt voneinander getrennt (ob das so eine Art Gruppendynamik ist...???) 188 Punkte für Martin mit Backflip (ebenfalls im Training gestürzt) Lazy-Boy und Hartattack und 187 Punkte für Libor mit Backflip, Rock-Solid und (sorry, aber keinen zeigt ihn so smooth wie er) Cliffhanger. Fredrik gab es auch zweimal. Einmal Fredrik Berggren, dem es mit 3 Backflips über die große Distanz und einem Dead-Sailor leider ein wenig an Abwechslung fehlte, somit nur 183 Punkte und nicht im Finale. Zum anderen Fredrik Johanson, ebenfalls mit 3 Backflips, die aber über die kurze Distanz und mit Variation One-Handed und No-Footet. Außerdem hier auch die sehr schöne Combo Indian to Heelclicker (Zitat Tobias: Jungs wir brauchen mehr Bar-Tricks) somit 218 Punkte und im Finale. Kommen wir nun zu den heißesten Kandidaten: Kris Brock, Oystein Kjörstad und Mat Rebeaud: Eigentlich war es nicht anders zu erwarten und sie wurden dieser Erwartungshaltung auch gerecht. Alle 3 zogen mit mehr als 220 Punkten ins Finale ein. Zuerst wäre da Oystein. Er erzielte in der Quali 225 Punkte und zeigte dafür unter anderem einen One-Handed Backflip über die große Distanz, One-Handed-Hartattack und One-Footed-Backflip (Nick Vorschlag: Oy-One). Konnte Evil Brock da mithalten??? Und wie er konnte: Ein Wahninns-Run mit Turn-Down-Whip, kurzem und Big-Distance Backflip, Scorpion und nicht zu vergessen seiner Shoebox. Keine Frage, er wollte alles und bekam dafür 231 Punkte. Bleibt noch Mat Rebeaud. Gekommen um zu siegen, sicherte er sich das Finale mit 247 Punkten, 4 Backflips, Tsunami und Stripper to Saran-Wrap (wie war das mit dem Fuck The Flip, es gibt auch schöne Bar-Combos?) Von 14 bleiben also noch 6: Wolter, Bauersachs, Johanson, Kjörstad, Brock und Rebeaud!

Whip Contest
Zur Abwechslung gab es dann noch den Whip Contest und den Highest-Air. Aufgrund der Verletzungsausfälle allerdings mit stark dezimiertem Teilnehmerfeld. Den Whip Contest konnte sich das Team Brock/Rebeaud vor Team Weis/Wolter sichern. Und whippen können die 4 ohne Frage.

Highest Air
Beim Highest-Air traten Jimmy, Kris und Mat gegeneinander an. Jimmy riß bei 6,20m und Kris entschloß sich bei 6,50m abzubrechen, um seine Finalteilnahme nicht zu riskieren. Somit hieß der Gewinner im Highest-Air Mat Rebeaud mit 6,50m.

Das Finale
Im Finale lief es dann nicht mehr ganz so rund. Während es in Nürnberg keine Verletzungen gab, schien es hier gleich eine Serienausschüttung zu geben. Hier hieß es jetzt 10+1 Trick. Sehr heiß auf diesen Lauf war Kris Brock, so heiß, daß er den ersten Sprung im 3.Gang anfuhr und sich mit seiner Maschine unsanft in den Landehügel grub. Bei dieser Aktion schlug es ihm leider den rechten Unterarm durch, Krankenhaus, der nächste bitte ... Fredrik Johanson zeigte zum Anfang einen Backflip über die große Distanz, anschließend einen unglücklich gelandeten Dead-Sailor, wollte nachdem er sich wieder aufgerappelt hatte weiterfahren, zeigte noch einen Stripper und mußte dann mit 39 Punkten und einer Platzwunde über dem Auge abbrechen. Sanitäter, der nächste bitte ... Fabian Bauersachs brachte es auf 212 Punkte und konnte sich ebenso wie die anderen Verletzen Helden (Standing Ovations for Brock) vom Publikum feiern lassen, nachdem er nach einem Cordova to Crash mit lädiertem Fuß/Knie zu seinem bereits mit 252 Punkten auf dem Hot-Seat wartenden Teamkollegen Busty Wolter gehumpelt ist. Ohne Verletzung wäre seine Taktik mit kein Flip mehr Combos (Mc-Metz to No-Hand-Landing und Lazy-Boy to no-Hand-Landing) vielleicht aufgegangen, denn er hat viel trainiert und auch seine Cliffhanger sind jetzt alle extended, aber so mußte er sich zusammen mit Busty über dessen 252er Wertung für One-Handed-Backflip, Barhop, Tsunami, Flintstone u.a. freuen. Blieben noch Oystein und Mat. Genau wie im Vorlauf wieder viele One-Hander (Hartattack/Superman/Backflip), dazu noch Tsunami und Cordova das reichte für 277 Punkte, aber nicht um Mat den Sieg zu nehmen. Er war gekommen um zu siegen, Whip gewonnen, Highest-Air gewonnen, Finale gewonnen??? Ja, auch das hat er für sich entschieden. Als letzter Fahrer kam er, um sich zu holen, was ihm zusteht: Flintstone, Stripper, Tsunami, Indian-Air, Rock-Solid, One-Handed-Seatgrab und 5 Big-Distance-Backflips in verschiedenen Variationen. The winner of the NOTJ-Series is Mat Rebeaud. Er hat gesagt, er wird nach Amerika gehen und wir hoffen, er wird den Amis zeigen, was die Europäer so drauf haben. Er hat auch gesagt, er wird in ca. 6 Monaten wiederkommen. Wir sind gespannt was er zu berichten hat und wir sind gespannt, wie sich die Szene hier in der Zwischenzeit entwickelt. Geht raus spielen..., aber vergeßt nie: Jeder sollte versuchen seinen eigenen individuellen Style für sich zu nutzen und das Beste daraus machen. Take a look at Chuck Carothers.

Was ging sonst noch ab ...
Abschließend noch folgendes: Es gibt auch außerhalb der FMX-Szene noch Menschen die etwas riskieren. In der Arena haben wir den 22jährigen Zimmerer Martin Mathea aus Linz getroffen. Er hat zusammen mit seinem Freund Christoph Hartwig (27 Jahre, Schreiner aus Hamburg) geholfen, die Strecke zwischen den einzelnen Runs herzurichten. Die beiden sind bereits seit einem Jahr auf der 3jährigen Burschenwanderschaft.


Martin & Christoph beim chillen ;o) | Chris mit x-tra evil = 666

Auf diesem Weg hat es sie auch nach Köln getrieben und sie meinten beide, daß die Erfahrungen, die sie auf dieser Wanderschaft machen durch nichts zu ersetzen sind. Schon gar nicht die Erfahrung mit FMX. Für alle denen die Burschenschaft nichts sagt hier mal ein Link www.rolandsbruderwk.de

FREESTYLE BASH
Auf der offiziellen Aftershowparty der NOTJ wurde in der Alten Bahndirektion bis in den frühen Morgen gefeiert! Höhepunkt der Party war ohne Zweifel die Premiere des neuen BERZERK2 Films, den ihr ab sofort über www.bdworld.de für 36 Euro kaufen könnt. Für 8,--Euro Eintritt konnte jeder der wollte gemeinsam mit den Fahrern auf die gelungene Abschlußveranstaltung anstoßen. Die Getränkepreise waren sehr zivil, was letztendlich dazu führte, daß die Partymeute nach einigen Auflockerungsdrinks nicht mehr mit ihren Wunschgetränken versorgt werden konnte. Da Freestyler aber im allgemeinen sehr tolerant sind, wurde dann halt getrunken, was noch da war. Bleibt noch zu erwähnen, daß sich die Männer besonderen Respekt verdient haben, denn die hatten zum Glück kein Problem damit, daß die Frauen aufgrund eines Feuerlöschschaumteppichs im Damenklo das Herrenklo mitbenutzen mußten!

Upforce Song
Nachdem ja in den Moto-X Kolumnen von Busty Wolter und auch in verschiedenen Gästebüchern immer wieder die Musik, zu der die Fahrer ihre Sprünge zeigen, reklamiert wurde, geht UPFORCE jetzt neue Wege und hat bei der NOTJ-Köln erstmals eine eigene Musik mitgebracht.

NIGHT of the JUMPs Cologne 04.06.2005

Results Qualifikation

1. Mat Rebeaud SUI 247 Points
2. Kris Brock GBR 231 Points
3. Oystein Kjorstad NOR 225 Points
4. Fredrik Johansson SWE 218 Points
5. Fabian Bauersachs GER 218 Points
6. Sebastian Wolter GER 217 Points
7. Nick Franklin NZL 207 Points
8. Martin Koren CZE 188 Points
9. Libor Podmol CZE 187 Points
10. Fredrik Berggren SWE 183 Points
11. Lukas Weis GER 173 Points
12. Jimmy Verburgh BEL 146 Points
13. Hannes Ackermann GER 93 Points
14. Nick de Wit RSA 18 Points

Results Whip Contest
1. Team 1 (Kris Brock, Mat Rebeaud)
2. Team 2 (Lukas Weis, Busty Wolter

Results Step up Contest
1. Mat Rebeaud 6,50 Meter (1st)
2. Kris Brock 6,30 Meter (1st)
3. Jimmy Verburgh DNS

Results Final
1. Mat Rebeaud SUI 321 Points
2. Oystein Kjorstad NOR 277 Points
3. Busty Wolter GER 252 Points
4. Fabian Bauersachs GER 212 Points
5. Fredrik Johansson SWE 39 Points (DNF)
6. Kris Brok GBR 19 Points (DNF)




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